CDU-Fraktion fordert Konzept für städtische Kunstwerke: Lagerkosten senken, Kunst wieder sichtbar machen

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Leverkusen fordert eine umfassende
Bestandsaufnahme und ein verbindliches Konzept für den Umgang mit extern
gelagerten städtischen Kunstwerken. Hintergrund ist eine von der CDU-Fraktion
angefragte Übersicht über die Kosten der externen Lagerung, in der unter anderem
auch Lagerkosten für beschädigte und zerstörte Kunstwerke aufgeführt werden.

„Es kann nicht der Anspruch der Stadt sein, dauerhaft hohe Lagerkosten für
Kunstwerke zu bezahlen, ohne gleichzeitig zu prüfen, welchen Zustand, welchen Wert
und welche zukünftige Verwendung diese Objekte haben“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Tim Feister. „Wir wollen Transparenz schaffen und sicherstellen,
dass mit dem städtischen Kunstbesitz verantwortungsvoll und wirtschaftlich
umgegangen wird.“

Die CDU-Fraktion verlangt deshalb von der Verwaltung unter anderem eine Prüfung,
ob bei zerstörten oder beschädigten Kunstwerken Versicherungsleistungen oder
Regressansprüche gegenüber Dritten bestehen. Ebenso sollen die rechtlichen,
vertraglichen und urheberrechtlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Kunstwerke
geklärt werden.


Darüber hinaus soll die Fachverwaltung den Zustand, die kunsthistorische Bedeutung
sowie den materiellen und immateriellen Wert der eingelagerten Werke fachlich
bewerten. Gleichzeitig fordert die CDU eine intensive Prüfung der vorhandenen
städtischen Raumkapazitäten. Externe Lagerung müsse aus Sicht der Fraktion das
letzte Mittel sein, wenn eine wirtschaftlichere Unterbringung in städtischen
Räumlichkeiten möglich sei

„Kunst lebt, wenn sie erlebt wird. Sie gehört nicht dauerhaft ins Depot, sondern sollte
– sofern Zustand und rechtliche Rahmenbedingungen es zulassen – wieder sichtbar  werden“, so Ratsherr Matthias Itzwerth . Die CDU fordert deshalb ein Konzept, wie
intakte Kunstwerke wieder im öffentlichen Raum, in städtischen Gebäuden oder
beispielsweise in Bildungseinrichtungen präsentiert werden können. Für beschädigte
oder nicht mehr nutzbare Objekte sollen geordnete Verfahren für die weitere
Verwendung entwickelt werden.

In diesem Zusammenhang soll auch geprüft werden, ob die bisherige Übersicht der
kostenpflichtig eingelagerten Kunstwerke vollständig ist. Die CDU-Fraktion verweist dabei ausdrücklich auf das Glasfenster „Die Rose“ des Künstlers Paul Weigmann aus
dem ehemaligen Bahnhofsgebäude Leverkusen-Mitte in Wiesdorf. Das Fenster wurde
im April 2022 ausgebaut und bei einer Fachfirma kostenfrei eingelagert, ist jedoch nicht
in der vorliegenden Übersicht enthalten. Auch dieses Kunstwerk soll in die weiteren
Überlegungen einbezogen werden.

„Die Kunst soll zu den Menschen kommen“, betont Ratsherr Ulrich Vienken. „Unser
Ziel ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem städtischen Kunstbesitz: Wir wollen
unnötige laufende Kosten vermeiden, rechtliche Fragen sauber klären und gleichzeitig
dafür sorgen, dass geeignete Kunstwerke wieder Teil des öffentlichen Lebens in
Leverkusen werden.“

 

Pressekontakt:
Michaela Di Padova (Fraktionsgeschäftsführerin)
E-Mail: info@cdufraktion-lev.de
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